Pflege der Gärten im Rundlingsmuseum

Zu einer Hofstelle im Rundling gehörte früher auch ein kleiner Küchengarten. Aufgrund der Lage der Hofstellen im Feuchtgebiet auf etwa 20 NN konnten größere Gemüsegärten nicht auf der Hofstelle angelegt werden, sondern lediglich ein zur täglichen Versorgung mit kurzen Wegen zur Küche lediglich ein Küchengarten mit den notwendigsten Küchenkräutern, Heilpflanzen und Blumen. Allerdings standen auf dem grasbewachsenen Wirtschaftshof auch einige Pflaumen-, Äpfel- und Birnbäume sowie schon damals geschätzte „Stickels“, Stachelbeeren und die schwarze Johannisbeere, auch Gichtbeere genannt.

Gemüse wurde auf einem besonderen Stück Land in der Ackerflur angebaut, den sog. Kohlgärten. Dort erhielt jeder Bauer einen Streifen gutes Land für Kohl und andere Gemüse zur Selbstversorgung. Im Rundlingsmuseum gibt es einen kleinen Schaugarten mit Gemüse aus früheren Jahrzehnten. Der eigentliche Kohlgarten vor dem Dorf existiert nicht mehr – seine Lage ist der folgenden Tafel aber zu entnehmen.

Im Rundlingsmuseum ist außer dem Schau-Kohlgarten auch ein Küchengarten hinter dem Heimathaus mit den damals typischen Küchenkräutern, Heilpflanzen und Blumen.

Auf dem weiteren Gelände wurde ein „Kräuterrundling“ mit typischen mitteleuropäischen Wild- /Küchenkräutern sowie Heilpflanzen angelegt.

Diese drei Gärten sowie kleinere Beete für Flachs, Kohl und Pflanzkübel werden von einem Team ehrenamtlicher Frauen gepflegt. Ein Gärtnerbetrieb erledigt lediglich im Frühjahr den Rückschnitt der Pflanzen und der Buchsbaumhecken im Kräuterrondell.

Das Rondell ist aber in die Jahre gekommen, so dass es in vier Beeten umgestaltet wurde. Auch der Buchsbaumzündler hat ganze Arbeit geleistet. Die Buchsbaumumrandungen mussten daher stark zurückgenommen werden. Die Beete 5 – 8 werden jährlich lediglich im Frühjahr durch einen Gartenbaubetrieb fürs Jahr vorbereitet. Sie warten auf eine weitere Umgestaltungsphase mit umfangreicheren gärtnerischen Arbeiten, die vom altuellen ehrenamtlichen Gartenteam nicht geleistet werden kann.

Auch 2026 gab es wieder einen Pflanzentauschmarkt vor der Obstscheune, der sehr gut besucht war. Außerdem konnten auch weitere Gartenhelferinnen und einen Gartenhelfer gewonnen werden, die das Gartenteam unterstützen.