Im Zuge der Agrarreformen im 19. Jahrhundert mit der Generalteilung, die die Grenzen der Gemeinden bestimmten und der Spezialteilungen, die Grenzverläufe der Ortschaften festlegten wurden die Fluren und Wege ebenfalls neu geordnet. Das Ergebnis ist in den Rezessen genau festgehalten und in Verkoppelungskarten belegt. Diese Verkopplungskarten, die den alten und neuen Zustand übereinandergelegt zeigen, sind wertvolle Instrumente zum Verständnis der Entwicklung der Kulturlandschaft und zur weiteren Entwicklung der Dörfer.
Diese Verkoppelungskarten, die in einer Zentralen Ablage des Amtes für regionale Landesentwicklung Leine-Weser-Ems in Hannover in einem ehemaligen Bunker lagern, wurden im Rahmen unseres Projektes alle in einem aufwändigen Verfahren digitalisiert und stehen nun über das Wendland Archiv jedermann frei zugänglich zur Verfügung. Unter Suche muss das Wort Verkoppelungskarte eingegeben werden, dann kommt man zu allen Orten im Wendland.
Die Kosten der Digitalisierung belief sich auf 36.000 Euro. Der Rundlingsverein stellte zur Finanzierung 10.000 Euro zur Verfügung. Damit hätte aber lediglich ein Bruchteil des Bestandes digitalisiert werden können. Ermöglicht wurde das Projekt nur durch unsere Förderer: die VR Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland mit 22,230 Euro, der VR PLUS Altmark Wendland mit 2.470 Euro und dem Rotary Club Lüchow-Dannenberg mit 1.000 Euro. Ihnen sei an dieser Stelle besonders gedankt!



